2008 in Nürnberg

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Kleinprobstdorfer Heimattreffen in Nürnberg am 04.10.2008

Liebe Landsleute, liebe Freundinnen und Freunde,

auch unser „Jubiläumstreffen“ zum 650. Geburtstag unseres unvergessenen Heimatortes
Kleinprobstdorf, am 04.10.2008 in der Nürnberger Gartenstadt, gehört nun schon wieder
der Vergangenheit an. Gerne wollen wir an dieser Stelle, vor allem für die nicht
Anwesenden, auf dieses Ereignis zurückblicken. Am Samstagmorgen, pünktlich um 10 Uhr,
fanden sich zur Saalöffnung bereits zahlreiche Landsleute ein. Gegen 11 Uhr ging es dann
zu Fuß, ein paar Strassen weiter in die Emmauskirche zum Gottesdienst, der diesmal von
Kleinprobstdorfs letztem gewählten Pfarrer, Herrn Hans-Gerhard Städter, in gewohnt zu
Herzen gehender Weise, gehalten wurde. Musikalisch begleitet wurde die Gemeinde,
ebenfalls in bereits bewährter Weise, am Keyboard von Alfred Untch. Schöne gesangliche
Einlagen erfolgten diesmal vom Chor der HOG-Nadesch unter der Leitung von Herrn
Wilhelm Stirner. Allen Genannten, ein ganz inniges „Dankeschön“ für die erwiesenen
Dienste. Im Gartenstadtsaal kam es dann, nach nie enden wollender Begrüßung und den
ersten „Bierchen“ samt Mittagessen, zu einigen kulturellen Höhepunkten. Nach der
Begrüßung durch den Vorsitzenden der HOG, Hans-Folea Stamp, gab Regina Folea-Stamp,
beim letzten Treffen zwecks ihres Vorhabens fast noch belächelt, zusammen mit 10 in
herrlicher sächsischer Tracht erschienenen Paaren, einen kurzfristig einstudierten
Figurentanz (Reigen) zum Besten. Begleitet wurden die Tänzer am Akkordeon in
souveräner Weise von Albert Gross. Der kräftige Applaus wollte nicht enden und auch
dem Verfasser dieser Zeilen wäre anhand dessen, fast die Kamera aus den Händen
geglitten! Ein furioses „Bravissimo“ und „weiter so“! an Regina, alle Tänzerinnen, Tänzer
und Musikanten!! Herr Lehrer Ludwig Seiverth (Frauendorf), als Überraschungsgast
erstmals auf einem Kleinprobstdorfer Treffen dabei, hielt auch eine kleine Begrüßungsrede
und bat anschließend alle seine ehemaligen Schüler auf die Bühne und siehe da, unter
seiner spontanen Leitung, konnten die eher „reservierten“ Kleinprobstdorfer plötzlich auch
singen! Und wie sie das bei „Wahre Freundschaft“, dem „Siebenbürgenlied“ und
„Kein schöner Land“, taten. Ein herrliches Bild war es, das sich vor der (gemalten)
Kulisse der Kleinprobsdorfer Kirche mit Herrn Seiverth und seinen teils in Tracht auf der
Bühne stehenden ehemaligen Schülern, dem erstaunten Zuschauer im Saal bot.
Es erfolgte dann, durch Herrn Werner Henning vom Verband der siebenbürgisch-
sächsischen HOG’s, die Überreichung einer Urkunde für ehrenamtliche Tätigkeiten an
verschiedene Mitglieder der HOG-Kleinprobstdorf und die verdiente Ehrung an deren Vor-
sitzenden Hans-Folea Stamp, mit Überreichung der silbernen Ehrennadel des Verbandes
der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. für seine großen Verdienste. Herr Henning
betonte in seiner Ansprache wie wichtig und unverzichtbar diese ehrenamtliche
Tätigkeit für das Fortleben unserer Traditionen ist und versuchte mit viel Leidenschaft
dahingehend auch unsere Jugend zu begeistern. Ca. 16 Uhr begaben sich zahlreiche
Mitglieder der HOG-Kleinprobstdorf zu einer Mitglieder-Versammlung, u.a. mit Wahl
des neuen Vorstandes und lebhaften Diskussionen um die Kleinprobstdorfer Kirche und
den Friedhof, in einen Nebenraum. Zum anschließenden Tanz spielte wieder mal, mit viel
Beifall bedacht, das Duo „Rhythmik“. Nach Tanz, guter Laune und vielen angenehmen
Gesprächen mit lieben Landsleuten, neigte sich dieser unvergessene Tag langsam seinem
Ende entgegen. Zuvor erschien jedoch Regina Folea-Stamp in der Kluft einer
Wanderzigeunerin (Kort-zeganän) und brachte, mit „originell-zigeunerischen“, deftigen
Sprüchen um die Tische ziehend, den Saal erneut zum Kochen. Obwohl die Anzahl der
Anwesenden leicht rückgängig war, darf behauptet werden, dass dieses Treffen als eines
der schönsten, würdig zum 650. Geburtstag, in die „Geschichte“ eingehen wird. Allen
Verantwortlichen, Helfern, Beteiligten und Anwesenden nochmals ganz herzlichen Dank!
Wir grüßen an dieser Stelle alle die an diesem Ereignis leider (aus verschiedenen Gründen)
nicht teilnehmen konnten, den Unentschlossenen, die dann doch nicht erschienen sind sei
gesagt, dass sie was verpasst haben! Die Landsleute die sich für so ein Treffen nicht
begeistern können und für die Kleinprobstdorfer Gemeinschaft kein Bedürfnis (mehr)
verspüren grüßen wir hiermit ebenfalls recht herzlich und wünschen allen Kleinprobsdorfern
und Freunden für die Zukunft alles Gute!

Im Namen der HOG-Kleinbrobstdorf,
Bruno Roth, Schwabach den 9.10.2008


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